Mehr Menschen starten eine Pflegeausbildung
Die Zahl der Auszubildenden steigt. Als Pflegefachkraft können Sie den Nachwuchs unterstützen und auf diese Weise dazu beitragen, die Abbrecherquote zu senken.
Die Zahl der Menschen, die eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann beginnen, nimmt zu. 2024 wurden im Vergleich zum Vorjahr neun Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen – insgesamt begannen 59.500 Menschen ihre Ausbildung. Die Entwicklung zeigt, dass der Pflegeberuf an Attraktivität gewinnt, vermutlich unter anderem durch die bessere Bezahlung und gezielte Kampagnen.
Ein Blick auf die Geschlechterverteilung
Besonders interessant ist der Blick auf die Geschlechterverteilung: Die Zahl der weiblichen Auszubildenden sank 2024 um ein Prozent auf 108.700. Hingegen unterschrieben vier Prozent mehr Männer einen Vertrag (38.400). Frauen bilden mit einem Anteil von 74 Prozent aber nach wie vor klar die Mehrheit.
Fachkräftemangel bleibt
Diese positive Entwicklung reicht allerdings nicht aus, um den Bedarf zu decken: Bis 2034 werden voraussichtlich immer noch 90.000 Pflegefachpersonen fehlen, weil viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand gehen und durch eine immer älter werdende Gesellschaft zusätzliche Kräfte benötigt werden.
Was das für Sie als Pflegefachkraft bedeutet
Für Sie als Pflegefachperson bedeutet der Zuwachs an Auszubildenden zunächst eine mögliche Entlastung. Mehr Nachwuchs in der Pflege hilft natürlich, den steigenden Bedarf zu decken. Als erfahrene Kraft können Sie diese Entwicklung unterstützen, indem Sie aktiv zur Integration neuer Kolleginnen und Kollegen beitragen, zum Beispiel durch Mentorings oder praktische Tipps im Arbeitsalltag.
Am besten gehen Sie auf Auszubildende zu und bieten Ihre Unterstützung an. Achten Sie darauf, viel zu loben und Kritik konstruktiv zu äußern, also immer mit Ratschlägen zu verbinden, wie sich Herausforderungen besser bewältigen lassen. Umso schneller sind die neuen Beschäftigten fit genug, um Ihnen Aufgaben abzunehmen.